So wird's gemacht

Sie wollen als Mitglied einer betrieblichen oder unternehmerischen Interessenvertretung eines oder mehrere unserer Seminare besuchen?
Dabei müssen Sie einige inhaltliche und formale Punkte beachten (nachfolgende Ausführungen gelten exemplarisch für Betriebsräte, andere Interessenvertreter wie z. B. Personalräte und Aufsichtsräte bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wir beraten Sie gerne, welche speziellen Voraussetzungen erfüllt sein müssen):

Inhaltliche Voraussetzungen:

Das Seminar muss Ihnen nach § 37 Absatz 6 BetrVG genau jene Kenntnisse vermitteln, die Sie ganz konkret für Ihre Arbeit im Betriebsrat benötigen.


Dazu brauchen Sie zunächst ein ausreichendes Grundwissen, um Ihre Aufgaben sach- und fachgerecht wahrnehmen zu können. So müssen Sie beispielsweise ganz konkret die Grundzüge des Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht beherrschen und auch mit den für Sie in Ihrem Unternehmen betreffenden Teilen des Tarifrechts umgehen können.

Ebenso müssen Sie über grundlegende betriebswirtschaftliche und technische Kenntnisse verfügen, um die Abläufe in Ihrem Betrieb nachvollziehen zu können. Schließlich sollten Sie auch Ihre Arbeit als Betriebsrat effektiv gestalten und im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber wirkungsvoll vertreten können.

Nehmen Sie innerhalb des Gremiums herausgehobene Vorsitzende(r) oder spezielle Funktionen (Ausschussmitglied etc.) wahr, so besteht hierfür auch ggf. ein besonderer Bildungsbedarf.

Darüber hinaus kann sich bei konkreten betrieblichen Anlässen die Notwendigkeit ergeben sich hierzu spezielles Wissen anzueignen, um seine Funktion als Betriebsrat überhaupt erst wahrnehmen zu können.

Die konkrete Notwendigkeit sich jetzt entsprechende neue Kenntnisse anzueignen besteht dann, wenn die vermittelten Kenntnisse zwar nicht sofort, aber doch voraussichtlich in absehbarer Zeit benötigt werden.

 

Formelle Voraussetzungen:

  1. Der Betriebsrat fasst in ordentlicher Sitzung im Rahmen der Tagesordnung einen Beschluss, aus dem hervorgeht, warum er welche Mitglieder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einer Schulung schickt, die Kosten in benannter Höhe hervorruft. Dabei sind ggf. betriebliche Belange (Kursus in der Neben- statt Hochsaison etc.) zu berücksichtigen.
  2. Der Betriebsrat hat den Beschluss an den Arbeitgeber weiterzuleiten und formell um Übernahme der Kosten zu bitten.
  3. Erst nach erhaltener Zusage der Freistellung des Betriebsrats und Kostenübernahme der Seminar-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten sollte aus Sicherheitsgründen eine verbindliche Anmeldung zum Seminar vorgenommen werden.
  4. Je nach Arbeitgeber sollte möglichst frühzeitig (spätestens 8 – 10 Wochen vor dem geplanten Seminarbeginn) der Beschluss gefasst und die o.g. Schritte durchgeführt werden.

 

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich über unser Anmeldeformular direkt in der Seminarübersicht an. Es wird sofort ein Platz in unsererem Datenbanksystem für Sie reserviert und Sie erhalten die Seminarunterlagen zugesandt.

Schulungsanspruch:
Sofern die o.g. Schritte zur Anmeldung beachtet wurden, dürfte Ihr Schulungsanspruch als Betriebsrat nicht in Zweifel gezogen werden. Im Übrigen achtet die BBuK GmbH als Veranstalter darauf, dass die Seminare genau die fachlichen Anforderungen an Schulungen nach § 37 Absatz 6 BetrVG erfüllt.

Sollte es mit Ihrem Arbeitgeber dennoch Schwierigkeiten geben, wenden Sie sich bitte an uns, wir helfen Ihnen gerne weiter. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir aus rechtlichen Gründen keine Rechtsberatung durchführen dürfen.

Unsere AGB